| Wie entstehen Narben und welche Formen gibt es? |
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Das Ersatzgewebe, welches sich bei einer Hautvernarbung an Stelle der normalen Haut bildet, besteht aus einem faserreichen, aber zell- und blutgefässarmen Bindegewebe, welches auch als Granulationsgewebe bezeichnet wird. Gegenüber dem normalen Bindegewebe weist das narbenbildende Granulationsgewebe eine verminderte Elastizität und Belastbarkeit auf. Dazu kommen farbliche Differenzen so insbesondere weissliche oder gerötete Partien, welche sich vom umliegenden Gewebe stark abheben. Viele vor allem kleinere Narben sind nach einiger Zeit kaum mehr sichtbar. Dazu kommt, dass die heutigen Wundversorgungs- und Operationstechniken dank neuen Materials und feineren Nähverfahren weitaus weniger störende Narben hinterlassen als frühere Vorgehensweisen. Dennoch kommt es auch bei umsichtigster Versorgung sehr oft zu auffälligen und unschönen Narbenentwicklungen. Man unterscheidet dabei zwischen hypertrophen Narben und Keloiden. Hypertrophe Narben: Unter «Hypertrophie» versteht man die pathologische Zunahme eines Gewebes durch Vergrösserung der Zellen. Die auf diesen Vorgang zurückzuführenden Narben sind erhaben, juckend und gerötet. Sie sind jedoch räumlich stark abgegrenzt und greifen nicht auf die benachbarte gesunde Haut über. Narbenkeloide sind wulstige Narben mit groben Platten oder Strängen. Sie sind stärker erhaben als hypertrophe Narben, zumeist deutlicher gerötet und verursachen in der Regel einen starken Juckreiz sowie Brennen. Weitere Merkmale sind eine hohe Berührungsempfindlichkeit sowie die Tendenz, sich auf die angrenzende Haut auszudehnen. |